Anzeige
Das ändert sich ab Mai 2018

Das ändert sich ab Mai 2018

Im Mai treten neue Verordnungen in Kraft, die für Verbraucher von großer Bedeutung sind. Vor allem geht es um die Verwendung persönlicher Daten, die für Bürger endlich transparenter werden soll.

Neue EU-Datenschutzregeln

Am 25. Mai 2018 tritt die Europäische Grundverordnung zum Datenschutz (DSGVO) in Kraft. Damit gelten für Unternehmen, Selbstständige, Vereine und alle Organisationen, die personenbezogene Daten speichern und verarbeiten, neue Regelungen.

Egal, wie groß oder klein ein Unternehmen ist: Sie dürfen erst nach Einwilligung der jeweiligen Person die Daten speichern. Außerdem muss offengelegt werden, an wen und aus welchem Grund die Daten weitergeben werden. Kleine Vereine oder Handwerksbetriebe, die Namen und Kontaktdaten ihrer Mitglieder speichern, sind genauso betroffen wie große Konzerne. Die Regelung gilt auch für Unternehmen wie Google oder Facebook, die zwar nicht in der EU sitzen, aber hier aktiv sind.

Ziel der EU-einheitlichen Regelung ist, den Bürgern mehr Kontrolle über die Verwendung ihrer Daten zu ermöglichen. Wird die DSGVO missachtet, drohen empfindliche Strafen bis in Millionenhöhe.

Höherer Mindestlohn für Maler und Lackierer

Maler und Lackierer können sich ab dem 1. Mai 2018 auf einen höheren Mindestlohn einstellen. Für ungelernte Arbeiter steigt der Lohn von 10,35 Euro auf 10,60 pro Stunde. Der Tarif gilt bundesweit. Gelernte Kräfte erhalten im Westen 20 Cent mehr, nämlich 13,30 Euro, im Osten 12,40 Euro, das ist ein Plus von 55 Cent. Für Mai nächsten Jahres ist teilweise eine erneute Erhöhung vorgesehen.

Fluggastdaten-Speicherung von Passagieren auf Auslandsflügen

Um terroristische und kriminelle Straftaten besser aufklären zu können, werden ab Mai die Daten von Fluggästen gespeichert, die ins Ausland reisen. Ein Anlass ist dafür nicht nötig. Neben Name, Adresse und Telefonnummer werden auch der Sitzplatz und die Flugnummer erfasst.

Die Daten werden für einen Zeitraum von fünf Jahren gespeichert. Sie werden zwar nach sechs Monaten "depersonalisiert", dieser Vorgang kann aber nach einem richterlichen Beschluss wieder rückgängig gemacht werden.

Um die riesige Datenmenge zu bewältigen, wird vom Bundeskriminalamt eine sogenannte Fluggastdatenzentrale eingerichtet. 

Das könnte Sie auch interessieren:

Autor: Theresa Hannebauer