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Die 10 coolsten Kühlschrank-Tipps

Mehr Frische für Lebensmittel bei weniger Stromverbrauch

Die 10 coolsten Kühlschrank-Tipps

Kein Haushaltsgerät ist in der Sommerhitze wichtiger als der Kühlschrank. Er hält unsere empfindlichen Lebensmittel frisch und unsere Getränke kühl. Dabei ist er ein wahrer Workaholic, läuft rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr. Mit unseren Tipps können Sie Ihrem coolen Haushaltshelfer bei seinem stressigen Job etwas unter die Arme greifen. Das steigert seine Lebenserwartung, spart Ihnen Strom und damit Geld und hält darüber hinaus Ihre Lebensmittel effektiver frisch. Und außerdem rattert der Kühlschrank dann nicht mehr so oft.

 

1, Kühlschrank ein schattiges Plätzchen gönnen

So cool ein Kühlschrank innerlich auch wirken mag, nach außen ist er eigentlich ein rechter Hitzkopf. Denn bei der Erzeugung von Kälte stehen Kühlschränke und Tiefkühltruhen mächtig unter Strom, was sich als Abgabe von Hitze an der Rückseite des Gerätes über den Wärmetauscher bemerkbar macht. Und je mehr Kälte das Gerät produzieren muss, desto mehr Abwärme will es möglichst schnell an sein Umfeld loswerden.

Steht nun der Kühlschrank bereits in einem zu hitzigen Umfeld, etwa am Fenster unter direkter Sonneneinstrahlung oder auch direkt neben einem Herd, muss der Kühlschrank noch mehr Aufwand betreiben, um die gewünschte Kälte zu erzeugen und dabei seine warme Abluft effektiv loszuwerden, weshalb er mehr Strom benötigt, um sein Frischeversprechen einzuhalten. 

 

2, Eiszeit im Gefrierfach vermeiden

Eis gehört zwar ins Gefrierfach, aber nur in Würfelform oder zum Schlecken. In so manchem Eisfach oder Gefrierschrank hat man aber das Gefühl, eine Nordpol-Expedition bestreiten zu müssen. Riesige, dicke Eisschichten prägen das Bild, fehlen nur noch die Pinguine und Eisbären. Das Hauptproblem dabei ist nicht, dass unnötig Platz für die Lebensmittel verloren geht oder dass die Schubladen und Eisfachtüren nicht mehr richtig auf und zu gehen, sondern der gesteigerte Energiebedarf des Kühlgerätes. Dabei muss man wissen, dass eine Eisschicht mit nur 2 Millimeter Dicke bereits 15 Prozent mehr Energie verbrät.

Vereist zudem Ihr Kühlschrank innen an der Rückseite? Dies deutet zumeist auf eine poröse Türdichtung hin, die sich aber sehr leicht durch eine neue Dichtung ersetzen lässt. Andernfalls könnte auch der Ablauf des Kühlschranks verstopft sein.

 

3, Kühlen Kopf bei der Grad-Wahl behalten

Es gibt eine Daumenregel für die Temperatureinstellungen, die schlägt für den Kühlschrank eine Temperatur von 7 Grad vor sowie für die Tiefkühltruhe eine Temperatur von minus 18 Grad. Jene Einstellungen erreicht man normalerweise mit der Stellung 1 bis 2 des Einstellrades und halten in der Regel völlig ausreichend kühl. Jedes weitere Grad kühler, etwa 6 Grad im Kühlschrank oder minus 19 Grad in der Gefriertruhe, erhöhen den Stromverbrauch um 6 Prozent.

 

4, Aufzutauendes als Coolpack im Kühlschrank nutzen

Manche Dinge lassen sich ja doch vorhersehen, etwa dass montags immer der Tag zu Ehren der Spaghetti Bolognese ist. Um jener italienischen Götterspeise entsprechend zu huldigen, braucht man natürlich Hackfleisch – eventuell liegt ja eines in der Gefriertruhe? Bevor man es nun kurz vor dem Kochen mit der Mikrowelle zwangserwärmt und auftaut, nimmt man das Gehackte besser bereits einen Tag vorher aus der Truhe und lässt es im Kühlschrank langsam auftauen. Auf diese Weise unterstützt das geeiste Fleisch den Kühlschrank bei seiner Arbeit durch die Abgabe von Kälte an die geschlossene Umgebung. Anstatt also Strom in der Mikrowelle zu verheizen, kann man ihn umgekehrt im Kühlschrank sogar einsparen.

 

5, Wärmespender haben in Kühlgeräten nichts verloren

Der Rest vom leckeren Braten und der vorgekochte Eintopf für morgen müssen natürlich in den Kühlschrank, um frisch zu bleiben. Aber um Gottes Willen nicht direkt von der Herdplatte weg. Die zubereiteten Speisen sollten vor der Einlagerung im Kühlschrank stets vorher auf Zimmertemperatur abkühlen. Denn durch den plötzlichen Wärmespender in seinem Inneren würde der Kühlschrank unnötig viel Energie investieren, um sich möglichst schnell wieder abzukühlen.

 

6, Frühjahresputz hinter den Kulissen

Ja, es ist ein leidiges Thema – es gibt im Haushalt kaum etwas Lästigeres, als den Kühlschrank hervorzuziehen und einmal komplett um die eigene Achse zu drehen. Vielleicht überwinden Sie sich trotzdem einmal im Jahr dazu, weil es schlichtweg Strom spart. Warum? Wie bereits erwähnt, erzeugt der Kühlschrank die Kälte mittels elektrischer Energie, infolge dessen quittiert er seine Arbeit mit warmer Abluft nach hinten über Gitterstäbe, so genannte Wärmetauscher.

Wie leider alles im Haushalt, stauben auch jene Wärmetauscher mit der Zeit immer mehr ein. Damit tut sich der Kühlschrank jedoch immer schwerer, seine heiße Luft loszuwerden. Die Folge: der Stromverbrauch steigt und die Lebenserwartung des Gerätes sinkt. Daher also bitte den Kühlschrank hervorziehen und die Wärmetauscher hinten ordentlich vom Staub befreien, etwa mit einem Staubsauger. Der Kühlschrank und die Stromrechnung werden es Ihnen danken.

 

7, Kühlschrank mit Köpfchen und Strategie einräumen

Wer kennt das Szenario nicht: samstags Mittag kommt man geschafft vom wöchentlichen Großeinkauf zurück. Im Anschluss wird die frische Beute noch irgendwie schnell in den Kühlschrank gestopft, schließlich hat man heute noch etwas Besseres vor. Was die Zeitersparnis angeht, mag dies eine Strategie sein, wenngleich die Zeitersparnis sicherlich keine 5 Minuten bringt. Wer sich die Zeit jedoch nimmt, kann den Kühlschrank mit Köpfchen einräumen und spart dadurch Strom und somit Geld. Die Crux liegt nämlich darin, dass ein auf 7 Grad eingestellter Kühlschrank nicht überall jene 7 Grad aufweist. Je nach Platz im Kühlschrank weicht die Temperatur etwas ab.  

So liegt etwa der kühlste Platz des Kühlschranks ganz unten. Dort sollten empfindliche Lebensmittel rein wie Salate, Gemüse, Kräuter sowie leicht verderbliches Obst wie Beeren. Nicht umsonst verbauen die Kühlschrank-Hersteller die Gemüsefächer nach unten. Auf die unterste Glasplatte gehören die Fleischwaren, also frisches Fleisch, Wurst aber auch Fisch. Wollen Sie Muttermilch auf Vorrat bunkern, sollte auch die in den unteren kühlen Teil des Kühlschranks. Oben, dort ist der Kühlschrank etwas wärmer, haben Milchprodukte ihr Stelldichein, also Joghurts, Käse, Quark und dergleichen. Dazu sind zubereitete Gerichte oder eventuelle Backwaren im oberen Teil des Kühlschranks bestens aufgehoben. Auch die Kühlschranktür, übrigens der wärmste Ort im Gerät, unterteilte der Hersteller in weiser Vorhersehung für die Zielprodukte: im unteren Teil finden die Getränke Platz, im mittleren Teil der Türe tummeln sich Senf, Ketchup, Dressings und süße Brotaufstriche, ganz oben stehen dann Eier sowie Butter in Reih und Glied.

Besitzen Sie einen sehr modernen großen Kühlschrank, der vielleicht sogar die Luftfeuchtigkeit in manchen Zonen regeln kann, bemüht man für eine optimale Kühlungsstrategie doch mal die Bedienungsanleitung des Herstellers.

 

8, Duft-Dominatoren bändigen mit einem Espresso

Salami, Bergkäse, frisches Zaziki? Schmeckt alles lecker, riecht im Kühlschrank aber nicht immer so. Doch gegen aufdringliche Aromen hilft eine kleine Espresso-Tasse voll mit Kaffeepulver. Denn Kaffee bindet und neutralisiert unerwünschte Gerüche weitgehend.

 

9, Um jede Speise im Kühlschrank die ideale Verpackung schnüren

Um Gerüche zu vermeiden, hilft es natürlich am besten, die diversen Speisen aromatechnisch gar nicht erst entfalten zu lassen. Dazu lagert man seine Lebensmittel stets gut abgedeckt und gegebenenfalls sogar Vakuum-verpackt im Kühlschrank, dann bleiben sie auch länger frisch. Lediglich dem Gemüse und Salat sollten Sie nicht die sprichwörtliche Luft zum Atmen rauben. Für derlei Nahrungsmittel gibt es spezielle Folienbeutel mit kleinen Atmungs-Löchern. 

 

10, Die häufigsten Irrläufer im Kühlschrank

Kaum zu glauben, aber so einige Lebensmittel stehen gar nicht so sehr auf die erfrischende Umgebung eines Kühlschranks. Brot zum Beispiel und diverses andere Trockengebäck ist bei Zimmertemperatur in speziellen Brotbehältern deutlich besser aufgehoben, da es im Kühlschrank nur labbrig wird. Einen Ausnahmezustand bilden nur extrem heiße Sommertage, um das Brot vor dem Schimmelbefall zu retten.

Überhaupt keine Kälte vertragen Obst- und Gemüse-Sorten, die in sich viel Wasser speichern. Dazu zählen etwa Gurken, Zucchini, Paprikaschoten, Tomaten, Pilze, Melonen, Ananas, Zitrusfrüchte, Mangos, Papayas, Pflaumen und Bananen. Sie quittieren Kälte mit einem unvorteilhaftem Äußeren wie braunen Flecken, matschigen Dellen oder einer schrumpeligen Haut.  

Früchtchen und andere Vitaminspender, die sich im Kühlschrank unter 8 Grad sehr wohl fühlen, gibt es dennoch, sonst wären die Gemüsefächer im Kühlschrank ja umsonst. Auf eine kühle Umgebung freuen sich mitunter Aprikosen, Beeren, Blattsalate, Blumenkohl, Spargel, Rucola, Pfirsiche, Blumenkohl, Kirschen, Feldsalat, Karotten und Chicorée.

Und dann gibt es da noch solche düsteren Zwitterfrüchte, die am liebsten im Dunkeln hausen und es durchaus kühl mögen, aber nicht so kalt wie im Kühlschrank. Sie bevorzugen Umgebungstemperaturen zwischen 8 bis 16 Grad, wie sie zum Beispiel ein typischer Keller aufweist. Zu den vitaminreichen Kellerkindern gehören etwa Kartoffeln, Lauch, Paprika, Pilze, grüne Bohnen, Auberginen, Brokkoli, Rosenkohl, Radieschen, Kiwi, Kohlrabi, Rosenkohl, Schalotten, Sellerie, Spinat, Äpfel, Birnen, und Trauben. Wer über keinen Keller oder Vorratsraum mit solch einer Temperatur verfügt, sollte in der Küche zumindest ein dunkles Eckchen für die genannten Sorten schaffen. Ansonsten bevorzugen jene Zwitterfrüchte aber eher Zimmertemperatur als den Kühlschrank. 

Autor: Andy Ilmberger