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Die horrenden Gehälter der DAX-Vorstände

Die horrenden Gehälter der DAX-Vorstände

Dass Vorstände von großen Unternehmen mehr als ihre Mitarbeiter verdienen, ist wohl den meisten klar. Doch dass die Unterschiede so immens sind – damit hätte niemand gerechnet. Wir verraten Ihnen die horrenden Gehälter der DAX Vorstände.

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Top-Manager der großen DAX Unternehmen verdienten 2017 im Schnitt 71 Mal so viel wie ihre Mitarbeiter. Und der Abstand wächst immer mehr: Im Jahr 2014 lag der Schnitt noch beim 57-fachen. Die rasante Entwicklung bestätigt das Ergebnis einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung.

Konzernbosse sind Top-Verdiener

Das Jahr 2017 war für Konzernchefs besonders ergiebig: Sie verdienten so viel wie nie zuvor. Im Durchschnitt bekommen sie laut einer Studie des Beratungsunternehmens hkp-Group 7,4 Millionen Euro. Im Schnitt waren das 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Zu verdanken haben sie das dem guten Geschäftsjahr, da ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen war. Laut der Studie ist SAP-Chef Bill McDermott Top-Verdiener, der mit seinem Jahresgehalt von stolzen 21,15 Millionen Euro einen historischen Wert erlangte. Er soll im Schnitt 163 Mal so viel wie seine Beschäftigten verdienen.

Aber auch die Vergütung von VW-Chef Matthias Müller kann sich mit 10,27 Millionen Euro sehen lassen. Zudem hat unter anderem auch Daimler-Vorstandsvorsitzender Dieter Zetsche mit einer Gesamtvergütung von 13,4 Millionen Euro die 10-Millionen-Euro-Marke überschritten.

Der Unterschied zwischen Vorstand und Beschäftigten

Die Konzernchefs stehen im Fokus der Kritik, da die Lücke zwischen Vorstands- und Beschäftigten-Gehalt unvorstellbar groß ist. Die Hans Bröckler Stiftung führte eine Studie durch, in der sie die Durchschnittsgehälter der Vorstände und ihrer Mitarbeiter in den vergangen Jahren verglich. Das Nachrichten-Magazin "Spiegel" veröffentlichte das Ergebnis: Post-Chef Frank Appel soll demzufolge das 232-fache seiner Mitarbeiter verdienen. Somit führt er die Rangliste an.

Aber auch die Bosse von Adidas, Siemens und Thyssen Krupp verdienen mehr als das 100-fache ihrer Beschäftigten. Das Schlusslicht der Rangliste bilden die Vorstände von Commerzbank und der ProSiebenSat.1 Media SE. Hier sollen die Vorstände "nur" das 25- bzw. 35-fache ihrer Arbeitnehmer verdienen.

Diese Jahr geht noch mehr Geld auf das Konto der Vorstände. Das kam auch bei der Studie zum Vorschein. Demnach bekam ein Mitglied des Vorstands im Jahr 2005 noch 42 Mal so viel wie ein Durchschnitts-Mitarbeiter. Im Jahr 2017 war es schon 71 Mal so viel. Der Gehaltsabstand ist also um ganze 70 Prozent gewachsen. Die Zahlen für das Jahr 2018 liegen noch nicht vor. Ob sich die Vergütungsgrenze nochmal nach oben verschiebt, bleibt abzuwarten ...

Autor: Aleksandra Rusmir