Anzeige
Irre und lebensgefährlich: Diese Internet-Trends sollten Sie NICHT nachmachen

Irre und lebensgefährlich: Diese Internet-Trends sollten Sie NICHT nachmachen

Nirgendwo anders ist es so leicht wie im Internet, sich mit wenigen Klicks einer breiten Masse zu präsentieren und mit Gleichgesinnten um die meisten Likes zu buhlen. Aber wie kann man am besten auf sich aufmerksam machen? Mit verrückten Battles und irren Aktionen natürlich, die an die Grenze des Ertragbaren gehen und so spektakulär sind, dass man am liebsten wegschauen möchte, aber nicht kann. In den vergangenen Jahren sind dabei einige Internet-Trends entstanden, die man auf keinen Fall nachmachen sollte!

Tide Pod Challenge

Das Zerkauen von Waschmittel-Kapseln ist eines der aktuellsten Phanömene in den sozialen Netzwerken. Dabei beißen die Teilnehmer der Challenge vor laufender Kamera auf die sogenannten Tide Pods und das Waschmittel tritt frei. Was daraufhin passiert, kann lebensgefährlich werden! Das Gemisch aus Seife und Chemikalien kann die Magenwände verätzen. Gerät die hochgiftige Substanz vorher in die Lunge, wird dort ebenfalls das Gewebe zerstört.

Hersteller der Tide Pods sind entsetzt, dass besonders Jugendliche die Waschmittel-Kapseln derart zweckentfremden. Sie sprechen deutliche Warnungen aus, die Kapseln zu essen und das eigene Leben damit aufs Spiel setzen. Immer wieder kommt es bei Tide Pod Challenges zu Notarzteinsätzen mit schlimmen Folgen.  

Cinnamon Challenge

Stellen Sie sich vor, Sie nehmen einen ordentlichen Teelöffel mit Zimtpulver in den Mund und sollen ihn ohne Hilfe von Wasser innerhalb einer Minute herunterschlucken. Ahnen Sie, was passiert? Der Zimt wird von der feuchten Mundschleimhaut aufgesogen und lässt dem Gefühl nach alles in Sekundenschnelle austrocken. Es wird nicht leicht werden, dabei vor der Kamera noch eine gute Figur zu machen.

Im Gegenteil. Was in den sozialen Netzwerken zu sehen ist, ist alles andere als beeindruckend oder heldenhaft: Wer sich der Herausforderung der Cinnamon Challenge stellt, wird sich zwar nicht vor Schmerzen krümmen, aber mit Würgen und Erbrechen muss er oder sie wohl leider rechnen – selber schuld!

Eyeball Licking Challenge

Es klingt nicht nur eklig, es ist es auch – zumindest, wenn man sich die Szene vorstellt oder auf diversen Videos anschaut, die im Netz geteilt werden. Die Rede ist vom Eyeball Licking. Dieser Trend kommt aus Japan und wird von den Teilnehmern als angenehme Berührung empfunden. Dabei leckt einer mit der Zunge am Augapfel eines anderen.

Was gewöhnungsbedürftig klingt, kann für die Betroffenen eine ernsthafte gesundheitliche Gefahr darstellen. Durch das Lecken am Auge können Keime und Bakterie aus dem Mund übertragen werden, die auf der empfindlichen Netzhaut nichts zu suchen haben. Daraus können Bindehautentzündungen oder Augenreizungen entstehen, außerdem werden auf diese Weise Herpes-Viren weitergegeben.

Condom Snorting Challenge

Eine altbekannte Challenge, die leider wieder zum Leben erweckt wurde: Das Condom Snorting. Im Netz tauchen seit Neuestem wieder vermehrt Videos auf, die zeigen, wie vornehmlich Jugendliche ein Kondom durch die Nase schnupfen, also hochziehen, und es über den Rachenraum wieder aus dem Mund herausziehen. Die Vorstellung allein ist schon mehr als unangenehm, und tatsächlich führt diese Aktion dazu, dass die Teilnehmer würgend versuchen, den Fremdkörper wieder aus den Atemwegen herauszubefördern.

Ungefährlich ist dieser Trend keineswegs: Das Kondom kann im hinteren Nasenbereich verschwinden und die Atemwege verschließen, so dass Atemnot entsteht. Im schlimmsten Fall droht Erstickung. Ärzte warnen außerdem davor, dass die Schleimhäute Verletzungen davontragen können oder Bakterien in sensible Bereiche gelangen.

Thigh Gap Challenge

Die Thigh Gap Challenge ist besonders unter Mädchen im Teenager-Alter weit verbreitet, die einem speziellen Schönheitsideal nacheifern. Es geht darum, besonders schmale Oberschenkel zu bekommen, so dass eine größtmögliche Lücke zwischen beiden Beinen entsteht.

Das geht nur, wenn die Mädchen ein extrem geringes Körpergewicht haben, Fettreserven an den betroffenen Körperstellen reduzieren und die Muskulatur nur wenig trainieren. Mangelernährung und eine schwache körperliche Konstitution sind mögliche Folgen, weswegen von diesem fragwürdigen Schönheitsideal unbedingt abzuraten ist.

Fotos auf Gleisen

Teenager stehen auf spektakuläre Fotos und Selfies. Dafür eignen sich extreme Orte, denen im besten Fall noch eine Bedeutung gegeben werden kann. Das ist bei Fotos auf Bahngleisen der Fall, wie sie immer wieder im Internet auftauchen. Jugendliche wandeln – auf meistens melancholischen Aufnahmen – über leere Bahngelände und -gleise. Damit symbolisieren sie Gefühle wie Einsamkeit oder Sehnsucht. Manchmal sind solche Bilder aber auch einfach als Mutprobe gedacht.

Welche Gefahr davon ausgehen kann, wird oft unterschätzt. Manche lieben das Risiko und warten darauf, dass aus der Ferne ein Zug auftaucht, der im Bild zu erkennen ist. Dabei kam es in der Vergangenheit schon zu tödlichen Unfällen. Auf keinen Fall sollten diese Aktionen Nachahmer finden, denn kein Foto wiegt diese Gefahr auf.

Sexting

Ein verliebtes Pärchen hat Fotos von sich gemacht, die den Partner oder die Partnerin nackt und in intimen Situationen zeigen. Solange die Beziehung stabil ist und heile Welt herrscht, mag nichts dagegensprechen. Schließlich ist erlaubt, was gefällt. Aber was passiert mit den Bildern, wenn es zum Streit oder sogar zur Trennung kommt und in einem der beiden Ex-Partner Rachegelüste aufsteigen? Schnell gelangen diese Bilder per Smartphone an Freunde und Bekannte und damit in die Öffentlichkeit.

Für die Betroffenen ist das häufig ein tragisches Erlebnis, sie sind verletzt und schämen sich. Wenn sie dann noch wegen ihrer Offenheit gemobbt werden, drohen schwere psychische Folgen. Daher sollte schon vor dem Schießen der Fotos gut überlegt sein, ob man sich diesem Risiko wirklich aussetzen möchte.

Das könnte Sie auch interessieren:

Die fünf verrücktesten Trends 2018
Natürliche Auslese: Die dümmsten Arten zu sterben
Finger weg: Diese Nahrungsmittel können gefährlich sein

Autor: Theresa Hannebauer